So funktioniert
die Kottransplantation
Die Medizinische Kleintierklinik der LMU München verfügt über eine „Kot-Spende-Bank“, die ähnlich wie eine Blutbank funktioniert. Ausgesuchte gesunde Hunde spenden ihre Hinterlassenschaften, die dann im gefrorenen Zustand auf ihren Einsatz warten. Die Transplantation erfolgt über eine Sonde, die vorsichtig rektal eingeführt wird. Dieser Vorgang ist schmerzfrei für das Tier und kann unkompliziert ohne Narkose durchgeführt werden. „Das Verfahren der Kottransplantation klingt ungewohnt“, sagt Dr. Stefan Unterer, „doch unsere Forschung und Praxiserfahrung haben bewiesen, dass sich die gesunden Darmbakterien des Spender-Tieres im Darm des kranken Tieres ausbreiten und die Darmflora schon in kurzer Zeit wieder aufbauen.“
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